Eigentlich war es mir vorher nie so bewusst, man lebt vor sich hin und schaut ab und an auf die Uhr, hetzt von einem Termin zum anderen, aus der Uni in die Bib. aus der Bib in den Supermarkt zur Tiefkühlkost, im Notfall tut es auch der Toast mit Erdnussbutter, Hauptsache nichts tierisches.
Man dreht sich um, wendet sich in den Kissen und schon fängt das Spiel von vorne an. Doch irgendwann sagt dir dein Leben “Hey, schon mal auf die Uhr genau gesehen, hast du schon mal reingeschaut, in dich selbst?”, eine Bremse, ein Stoß und man steht. Stille. Man wartet, auf was? Angst erfüllt den Körper, die Synapsen toben um die Wette.
Ein Klumpen etwas breitet sich in deinem Körper aus und du kannst nichts dagegen tun, es gehört nicht zu dir aber dennoch irgendwie ist es in dir. Es frisst deine Zeit, es frisst dein Gedanken, deinen Mut, deine Kreativität, deine Lebenslust. Es tötet dich langsam. Es fragt dich nicht ob du willst oder nicht, es ist da, sitzt breit auf deiner Zeitbank, will sich immer mehr Platzansprüche zusichern. Als wäre es ein fettes amerikanisches Kind, welches man mit Fastfood füttert und es schreit “ich will noch meeeeehr!”.
Was tun?
Ich habe verdammte Angst vor diesem Klumpen, es frisst immerhin mein Fastfood!
FUCK ME ON FACEBOOK MARINA IST TOLL




